Mein Motto

Ich verbringe heute, wie jedes Jahr, ganz bewusst einen einsamen Abend. Diese Abende der 24. Dezember sind in jedem Jahr für mich Abende der Erinnerung, aber auch der Selbstreflexion was ich in diesem Jahr richtig oder aber auch falsch gemacht habe.

Und wie auf Bestellung wurde ich genau heute (also sozusagen passenderweise) in einem doch ziemlich tief gehenden Gespräch von einer mir völlig Unbekannten nach meinem Lebensmotto gefragt oder wonach sich (meiner Meinung nach) ein Lebensmotto orientieren sollte.

„Lebensmotto“ ist ein so eindimensionales und dahingesagtes Wort, das eigentlich nicht für etwas so komplexes aber auch wunderbares wie ein ganzes Leben taugt, aber ein besserer Begriff will mir leider nicht einfallen.

Zu meinem Lebensmotto befragt möchte ich (wie schon im Gespräch nun auch hier im Blog) ein Zitat verwenden, auf das ich vor einigen Jahren bereits gestoßen bin und das ich seltsamerweise nie irgendwo im Internet (in dem man doch alles finden kann) gelesen habe.

Dieses Zitat hat mich schon beim ersten Hören so sehr beeindruckt, dass ich es auch für mich selbst als Lebensmaßstab sehe. Auch wenn ich diesem Maßstab selbst leider viel zu oft nicht gerecht werde, so bleiben die Worte dennoch wahr:

Soviel Gutes tun, wie irgend möglich.

Die Freiheit über alles lieben.

Die Wahrheit nie verleugnen,
nicht einmal vor den Mächtigen.

Handschriftliche Randnotiz im Schulbuch des jungen
Ludwig van Beethoven