Ein Morgen im Dezember

“Haben Sie Schweineöhrchen?” frage ich die hinter der Theke stehende Bäckereifachverkäuferin und wie ich gerade dabei bin den Mund wieder zuzumachen, bekomme ich auch schon ein schlechtes Gewissen, weil ich mir darüber Gedanken mache, dass die Dame vielleicht gar nicht weiß, was ich meine und sich nun von meiner allzu unbedacht vom Stapel gelassenen Frage persönlich bezüglich ihrer Ohren betroffen fühlen könnte.

Aber die Bäckereifachverkäuferin, die hinter der Bäckerei-Theke ziemlich beengt und gestresst ihre Kreise zieht, dabei aber (das muss man lobend erwähnen) noch versucht jedem Kunden einen freundlichen und erwartungsfrohen Blick zu schenken, scheint ein Profi zu sein und weiß natürlich, was ich mit “Schweineöhrchen” meine.

Haben sie aber nicht.

Das war Bäckerei Nummer 3, die ich heute in meiner Mission mit Schweineöhrchen nach Hause zu kommen, erfolglos heimsuchte.

Heute scheint definitiv kein Schweineöhrchen-Tag hier in Hamm zu sein…. mehr noch: heute ist allgemein kein guter Tag um in Hamm einzukaufen – so scheint mir.

In Ermangelung visueller Möglichkeiten möge sich der Leser dieser Zeilen einen flimmernden Tunnel voll Licht vorstellen, oder ein Wurmloch oder etwas in der Art, denn jetzt kommt ein Zeitsprung!

Am morgen dieses Tages um 09:04 Uhr.

Eigentlich nur von der Absicht beseelt mir aus dem Kleiderschrank im Schlafzimmer kurz ein paar Socken zu holen, damit ich mich auf den Weg zur Packstation machen kann, um den Ersatz für meine jüngst glorios abgerauchte Festplatte abzuholen bevor der samstagliche Einkaufswahnsinn losgeht, geruht meine Freundin für eben gerade nur so viele Augenblicke aus ihrem Schlaf zu erwachen, um mir in noch etwas verschlafenem Kauderwelsch mitzuteilen, ich möge von der Bäckerei eine Süßigkeit mitbringen.

Also mache ich mich auf zur Packstation und werde im nahen Kreisverkehr fast von einem anderen Verkehrsteilnehmer tangiert, der wohl dachte, ich würde dem Kreisverkehr folgen und mich (innerhalb des Kreisverkehrs!) just in dem Augenblick rechts überholt, als ich mit aktiviertem Fahrtrichtungswechselanzeiger gerade rechts abbiegend den Kreisverkehr wieder verlassen will. 

Im Kampf um besinnliche Weihnachten zählt für manche eben jede Sekunde oder auch jede Gelegenheit einen Parkplatz vor allen anderen Autofahrern zu ergattern … gerade so, als wäre dieses Weihnachten das letzte Weihnachtsfest auf diesem Planeten.

Auch der Weg zur Packstation gestaltet sich nicht einfach, denn als Fußgänger ist man auf einem großen Parkplatz, der von vier Vertretern der großen Supermarkt-Ketten und einer großen Drogerie-Markt-Kette gesäumt ist, leider nicht viel Wert, so dass ich, nachdem ich meine Päckchen in der Hand haltend wieder an meinem Auto angekommen bin, schon tatsächlich froh bin, dass sich meine Freundin friedlich schlafend zuhause im Bett befindet, denn es ist schon schwierig genug für mich als Einzelperson hier unbeschadet herauszukommen.

Danach führte mich mein Weg noch zu zwei Bäckereien, die aber beide nicht die gewünschte Ware im Angebot haben. Nun stehe ich im dritten Anlauf vor einer weiteren Bäckerei, wobei das Wort “vor” diesem Fall eigentlich hoffnungslos optimistisch gewählt ist.

Vor dieser Bäckerei schlängelte sich nämlich eine Schlange, die über das Ende der Bäckertheke hinaus, an dem im Innenbereich bestuhlten Kaffee-Areal vorbei, durch die automatische Glas-Schiebetür des Supermarktes hindurch, entlang des auch im Winter bestuhlten Kaffee-Außenareals bis auf die ersten unüberdachten Meter des davor liegenden Parkplatzes erstreckte.

Ich stelle mich ans Ende der Schlange, die sich langsam und in sehr kleinen Schritten Kunde für Kunde in Richtung Bäckerei-Kasse schiebt und irgendwie fühle ich mich beim Anblick der gleichförmig stoischen Bewegung dieser Menschenkette an die Filmszenen bei den Arbeiter-Aufzügen im legendären Schwarz-Weiß-Film “Metropolis” erinnert.

Wie immer in solchen Situationen komme ich auf die seltsamsten Gedanken und beginne zum Beispiel die Männerquote der Schlange vor mir auszurechnen. Sie beträgt 83,33% (Periode), während die Männerquote hinter der Theke exakt 0,00% beträgt und ich frage mich, ob ich in meinem Leben eigentlich jemals einen männlichen Bäckereifachverkäufer gesehen habe …

Warum stehen aber so auffällig viele Männer in der Kundenschlange? Ist es eine der letzten Möglichkeiten des Mannes sich durch einen Gang zum Bäcker von anderen (möglicherweise unangenehmeren) haushaltlichen Pflichten freizukaufen? Wer vor der Bäckerei in der Schlange steht kann nicht gleichzeitig den Boden wischen, das Geschirr in der Küche erledigen oder das Bad putzen.

So wirklich habe ich mir dazu noch keine eigene Meinung gebildet, aber auffällig finde ich es schon, wie wenig weibliche Kunden vor mir in der Schlange stehen.

Und weil mir noch genug Zeit bleibt, beobachte ich das Treiben an den Supermarktkassen, wo das Piepsen der Scanner, die Signaltöne der Kassen und die Geräusche der sich öffnenden und schließenden Bargeldschubladen ihre ganz eigene kakophonische Cover-Konsum-Version des Weihnachtsliedes “Oh, du fröhliche! Oh, du selige!” erklingen lassen.

Es ist schon seltsam, wenn ich sehe mit welchen Stress und teilweise mit welcher Aggression die Menschen dieser Tage unterwegs sind. Spätestens seit Beginn meiner Zeit als Autofahrer weiß ich: Je mehr sich das Fest der Liebe nähert, umso mehr kommt das Tier im Menschen zum Vorschein.

Und den ganzen Stress nur, damit man dann für 2-3 Tage vollgefressen, einträchtig und bis zum Rande der Erträglichkeit (oder des Girokontos) beschenkt den immer gleichen seichten Unterhaltungsscheiß im Massenverblödungsmedium Fernsehen durchzappen kann.

Ich feiere bewusst kein Weihnachtsfest. Nicht nur, weil es nicht zu meinem Glauben gehört, und weil ich mich dem ganzen Konsumdiktat nicht unterwerfen will und auch nicht auf Kommando Lichterglanz und Gemütlichkeit heucheln möchte – während der Rest der Welt nach wie vor dabei ist sich an die Kehle zu gehen.

Aber irgendwie bin ich auch nicht viel besser als ihr da draußen. Immerhin stehe ich schon in der dritten Bäckerei in der Schlange, nur damit meine Freundin ihre Schweineöhrchen bekommt – dabei ging es auch wunderbar ohne, denn es gibt viele arme Menschen da draußen, die weit größere Probleme haben als Schweineöhrchen.

Und da ist es dann wieder: mein übliches Weihnachtsgewissen und gleichzeitig der hauptsächliche Grund, wieso ich dieses Fest nicht feiern will. Mir fällt in diesen Tagen immer ein, dass ich in diesem Jahr zu wenig Gutes getan habe bzw. hätte mehr tun müssen. Wollte ich mich nicht bei der Freiwilligen-Zentrale melden? Wollte ich nicht schon lang mal diese oder jene gute Sache angehen? Wollte ich nicht letztes Jahr (und die Jahre zuvor auch schon) ein wenig meine Bedürfnisse einschränken und was habe ich dieses Jahr wieder Gelegenheiten versäumt genau dies zu tun?

Für mich ist Weihnachten nie ein Fest der Freude. Besinnlichkeit, ja das kann schon sein … aber eben anders als man denkt. Eher eine Besinnung auf das schlechte Gewissen, weil es mir unverdient zu gut geht und vielen anderen unverdient zu schleicht – und ich wenig dazu beigetragen habe dies zu ändern. Ich wüsste also nicht, was ich an diesen Tagen “feiern” sollte.

Das sind meine Gedanken in der Schlange.
Und schon bin ich an der Reihe …

p.S. Schweineöhren habe ich an dem Tag keine mehr gefunden.

Mit Scharf?

„Möchten Sie von allen Beilagen etwas in Ihren Döner?“ fragt mich der freundliche junge Mann mit türkischen Migrationshintergrund hinter der Theke, mein persönliches Objekt der Begierde (den eben von mir bestellten und gerade noch in Produktion befindlichen Döner) noch in der einen Hand haltend, während die andere Hand bereits routiniert in Richtung der diversen Beilagen wandert.

Ich befinde mich in einer der vielen Dönerbuden in Hamm in Nordrhein-Westfalen. Für alle, für die “Hamm” nun nicht unbedingt ein Begriff ist: das ist in der Nähe von Dortmund. Gestern bin ich nach mehrstündiger Fahrt aus Süddeutschland hier angekommen – sofern man sich in dieser “Stadt” überhaupt angekommen fühlen kann.

Das Wetter ist kalt und regnerisch, ich bin total übernächtigt und außerdem ziemlich mies drauf – ein Umstand, der zusätzlich dadurch befeuert wird, dass ich gewaltigen Kohldampf habe und wenn ich hungrig bin, dann bin ich ohnehin schon reizbarer als im gesättigten Zustand.

Meine Verärgerung gilt weder dem vor mit stehenden Mitbürger, der seiner Dienst leistenden Tätigkeit mit vorbildlicher Freundlichkeit und Sorgfalt nachgeht, noch dem Zustand des Döners, den ich gleich zu verschlingen beabsichtige, und sie gilt auch sonst nichts, was sich aktuell um mich herum befindet.

Nein, meine Verärgerung gilt nur mir selbst.
Und im Moment überlege ich noch, wieso das so ist …

Schon seit ich den Döner-Laden betreten habe und mich der Verkäufer zum ersten Mal ansprach, indem er mir eine freundliche Begrüßung widmete, war ich eigentlich schon echt angepisst. Genau genommen stieg diese pissige Laune seither sogar deutlich an und zwar jedes Mal ein bisschen mehr, wenn ich den jungen Mann, der gerade am Fleisch-Spieß zu schaffen macht, reden hörte.

Und wie ich so innerlich gerade dabei bin Ursachenforschung hinsichtlich meiner Angepissheit zu betreiben, spricht der Türke schon wieder zu mir: „Möchten Sie in Ihren Döner auch etwas von der Cocktail-Soße? Die ist sehr lecker!“ und in diesem Moment bemerke ich, ich werde immer pissiger, je mehr ich diesen netten Türken reden höre!

Nein, ich bin kein Rassist.
Ich bin auch nicht rechts oder nationalistisch … im Gegenteil.

In meiner aktuellen Angepisstheit könnte ich mir das gar nicht leisten, denn ich stelle über mich selbst erschrocken fest, dass das, was mich seit wenigen Minuten so sehr ärgert, die Erkenntnis ist, dass dieser freundliche junge Mann hinter dem Tresen, dessen Vorfahren vermutlich erst vor wenigen Jahren nach Deutschland gekommen sind, ein tadellos reines Hochdeutsch mit mir spricht, wohingegen ich als Dorfjunge aus dem tiefsten Schwabenland ums Verrecken nicht von meiner dialektischen Einfärbung in der Aussprache wegkomme und ich mich im Vergleich zu ihm wie der Ausländer anhöre.

Leider, so stelle ich erschrocken fest, ist meine deutsche Aussprache weit von dem reinen Deutsch dieses Türken entfernt, denn in meinem Sprachzentrum tummeln sich anders klingenden Wortmelodien und Vokale, die Betonungen von Worten schwingen in meinen Stimmbändern anders und  garniert wird dies alles obendrein noch durch diverse weitere (natürlich ebenfalls regional bedingte) grammatikalische Unsitten wie zum Beispiel das mit  der Frau, die wo gesagt hat dass …

Kurz gesagt: ich komme mir gerade wie so ein richtig dumm-dusseliges Landei vor und das PISST MICH SELBER AN!

Es ärgert mich auch, weil ich just in diesem Moment retrospektiv bemerke, wie überheblich ich in der Vergangenheit oft in Alltagssituationen gewesen sein muss, wenn ich auf fremdländische Menschen traf, die der Deutschen Sprache weniger mächtig waren als ich. Ich meine, ich war nie unfreundlich oder abweisend, aber so ganz tief drinnen habe ich mich doch ganz komfortabel mit der Gewissheit arrangiert, die Deutsche Sprache besser zu beherrschen als mein Gegenüber und vielleicht war ich nie sensibel genug dafür zu erfassen, wie es wirklich ist, in einer Situation wie die meines Gegenübers zu sein.

Obendrein bin ich ein Reisemuffel. Mit Ausnahme eines Urlaubs in London und einer anstrengenden Woche an so einem Teutonengrillstrand an der Adria hatte ich bisher eigentlich keine nennenswerte Gelegenheit selbst als Ausländer irgendwo Erfahrungen von der anderen (sprachlich eingeschränkten) Seite her zu sammeln. Englisch war nie so mein großes Problem (Probleme in der Kommunikation mit mir hatten höchstens die Briten) und in dem kleinen Touristenkaff an der Adria sprach sowieso jeder Deutsch.

Und all diese Gedanken, Eindrücke und Erinnerungen tummeln sich in meinem Kopf und vermengen sich mit der von meinen rechtschaffenen Eltern mir  anerzogenen Moral, welche sofort ein schlechtes Gewissen von der Leine lässt, während mich der junge Türke völlig arglos und unbeabsichtigt  mal eben schnell so nebenher in meiner eigenen Muttersprache an die Wand klatscht.

Und dann steh ich da, den Döner (mit Cocktail-Soße) in der Hand haltend, und überlege,  ob ich nicht einfach wortlos aus dem Laden gehen und in den erstbesten Zug zurück nach Stuttgart steigen solle.

Ich bin nicht in den Zug gestiegen.
Ich habe den Döner bezahlt und ich hab ihn gegessen.

Er war lecker.
Aber ich war bis heute nie wieder in dieser Döner-Bude.

Das Ganze passierte im Jahre 2006 hier in Hamm, wo ich inzwischen seit mehr als 10 Jahren wohne. Wenn man mich heute fragt, wie ich mich nach mehr als einer Dekade hier fühle (inzwischen empfinde ich die Gegend hier oft schon als meine Heimat) oder was meine ersten Eindrücke hier waren, so gehört diese Geschichte noch immer zu den ersten Erinnerungen, die mir dazu in den Sinn kommen.

Nun gut, ich habe daraus keine besonderen Konsequenzen gezogen.

Weder habe ich angefangen Deutsch auf Lehramt zu studieren noch habe ich Integrationskurse besucht. Ich habe seit damals auch nicht häufiger den Duden aufgeschlagen, sondern wie bisher auch immer nur dann, wenn es mir wirklich absolut wichtig war mich nicht zu blamieren … und ansonsten habe ich mich einfach bis heute mit meinem Halbwissen arrangiert.

Ich hätte in der Zwischenzeit also wirklich genug tun können, um das damals empfundene Defizit ein wenig zu beheben. So wichtig war es mir dann aber wohl doch nicht.

Ich glaube, es hat mich schlicht völlig unerwartet getroffen, bemerken zu müssen, wie insgeheim voreingemommen ich doch bin (obwohl ich mich doch immer als tolerant und aufgeschlossen empfinde und jede Art von rechten Gedanken für Schwachsinn halte), weil ich merkte, dass ich bisher wohl immer grundsätzlich davon ausgegangen war, dass jemand, der nicht mein mitteleuropäisches Aussehen hat, meine Muttersprache gefälligst weniger gut zu beherrschen hat als ich.

Doch wie jede gute Geschichte, so hat auch diese Geschichte ihr “Happy End”, denn beim Verlassen des Döner-Ladens war ich wieder ein wenig mehr mit der Welt und mir selbst versöhnt.

Nicht nur, weil ich meinen Hunger losgeworden war und ich mir ganz fest vorgenommen hatte an meiner Voreingenommenheit zu arbeiten, sondern auch wegen des nächsten Kunden, der die Dönerbude betrat, als ich sie gerade verlassen wollte.

Dieser Kunde hatte auch nicht gerade (m)ein mitteleuropäisches Aussehen und sprach: „Olgum, gibs Du mir ssswei Dehner und ein Pommes“.

Na also, geht doch!

Wie gut, dass ich nicht weiß, was ich will

Ich führe bereits einen Blog und eigentlich nicht nur einen, sondern (wenn man es genau nimmt) in Wahrheit zwei Blogs. Der zweite Blog dient jedoch nur als Abrundung/Ergänzung zu einem Fotografie-Projekt, das ich seit einigen Jahren betreibe und deshalb zähle ich diesen Blogteil eigentlich nicht als vollwertigen Blog.

Aber zumindest einen „echten“ Blog, bei dem der Blog selbst der primäre Inhalt und der Zweck der Seite ist, führe ich – wie ich das schon seit Anfang der 1990er Jahre und unter Zuhilfenahme verschiedenster Anbieter und eigener Internetadressen getan habe.

„Wieso“, so könnte man sich fragen, „benötigt so ein Mensch nun noch einen Blog?“ Diese Frage dürfte noch an Nachdringlichkeit zunehmen, liest man in beiden (!) bereits existierenden Blogs dann und wann die selbstanklagende Beschwerde, dass ich einfach nicht genug Zeit in meinem Privatleben hätte, um meine Seiten aktuell zu halten.

Es scheint also (gelinde gesagt) einigermaßen widersprüchlich, jetzt auch noch einen WEITEREN Blog zu starten… zugegeben.

Ich habe jedoch das Problem, dass ich Texte schreiben möchte (bzw. Texte bereits offline geschrieben habe), die inhaltlich weder in den einen noch in den anderen Blog passen und die ich deshalb dort auch nicht veröffentlichen möchte.

Es fehlte mir also bisher einfach die geeignete Umgebung dafür und die Nutzung der „kostenlosen“ Angebote bei einem der vielen Blogdienste wie zum Beispiel Blogger oder Tumblr (usw.) war schon immer nicht besonders attraktiv für mich, seit ich mich ungefähr Ende der 90er Jahre auf die Nutzung eigener Internetadressen konzentrierte.

Deshalb (und aller knapper Freizeit zum Trotz) habe ich hingekritzelt.de geschaffen, um eine Spielwiese für die Gedanken zu haben, die auf meinen anderen Seiten kein Zuhause hätten. Ich will versuchen, diesen Blog ohne Zeitdruck zu führen und kein schlechtes Gewissen zu bekommen, wenn innerhalb einer Anzahl von „n“ Tagen oder gar Wochen kein neuer Inhalt hinzugekommen ist.

Doch will ich gleichzeitig nicht disziplinlos sein und diesen Blog ohne einen gewissen Anspruch führen. Ich will versuchen meine Texte gewissenhafter zu verfassen (als ich das in der Vergangenheit getan habe) und ich möchte mich dabei auch inhaltlich verbessern. Da ich mich hier in inhaltlich breiterer Art und Weise austoben kann, sehe ich dafür gute Chancen und wenn dazu womöglich noch das eine oder andere Feedback eines geneigten Lesers oder einer geneigten Leserin hinzukommt, dann wäre dies eine wunderbare Sache.

Was ich jedoch konkret mit diesem Blog will, weiß ich noch nicht. Ich habe mal zwei Kategorien („Poesie“ und „Kurzgeschichten“) angelegt, die zu meinen bereits existierenden Offline-Texten passen. Was sonst noch an Inhalt hier hinzukommt, ist ungewiss und wird wohl auch eher experimentellen Charakter haben – was die ganze Sache deshalb aber nicht zwingend uninteressanter werden lassen muss.

Man wird sehen.